Der Untergang der klassischen Demokratie by Hans Erich Stier (auth.)

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Grundzüge der Verkehrspolitik

Es battle mir eine große Freude, auf Anregung von Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. Gutenberg für das von ihm herausgegebene Werk "Die Wirtschaftswissen­ schaften" einen Band "Grundzüge der Verkehrspolitik" beizutragen, auch wenn ich schon bald erkennen mußte, daß es erhebliche Schwierigkeiten machen würde, das Thema in der gebotenen räumlichen Beschränkung abzu­ handeln.

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80 Auf sie zielt Thukydides' Bemerkung IIrre:p tpLAe:! ) - Nicht unwesentlich ist, daß die Prytanen "alle außer Sokrates" nach Xenophon, Hell. 1,7,13, sich vom Toben der Menge einsmüchtern ließen. 58 59 36 Hans Erich Stier stige Habitus der attischen Demokratie am Ausgange des Peloponnesischen Krieges von dem der Blütezeit unter Perikles ist, so nahe hat es doch immer wieder gelegen, beide Aspekte nur als verschiedene Lebensstadien eines und desselben Phänomens zu deuten. Die Demokratie wäre danach tatsächlich schon in ihrer ersten Erscheinungsform auf der Bühne der Weltgeschichte die Staatsform, in der sich nach der Lehre vom angeblichen Kreislauf der Verfassungen mehr oder weniger schnell eine hemmungslose Entartung durchsetz'en mußte, weil eine solche ganz einfach lediglich dem Gesetz entspräche, nach dem die Demokratie einst antrat.

Jetzt die Erörterungen bei D. Lotze, Lysander und der Pelop. Krieg (Abh. Sächs. Akad. d. Wiss. 57, 1964), besonders S. 87 H. Eine neue, quellenkritische Untersuchung der Vorgänge durch G. A. Lehmann befindet sich im Druck. 40 Hans Ecich Stier interessiert, öffnete sich wie Alkibiades ganz den Lehren der neuen sophistischen "Aufklärung« und besaß immerhin soviel dichterische Begabung, daß diese ihm gestattete, das, was ihn bewegte, in Verse zu fassen. Unter den Fragmenten seiner Dichtungen hat sich bekanntlich die offenbar schon damals viel beachtete Partie aus dem Drama "Sisyphos« erhalten 68, in der er den Götterglauben als Erfindung eines raffiniert schlauen Volksbetrügers der Vorzeit hinstellte, der diesen Glauben als ein besonders wirksames Mittel zur Aufrechterhaltung von Ordnung und Gesetz unter den Menschen verbreitet habe.

Die Extremen unter den neuen Machthabern, denen sogar die doch wirklich zum Erbe der "Väterzeit" gehörenden Gesetze Solons - jedenfalls teilweise sowie die neumodische Rhetorik und der UntJerricht in ihr verdächtig waren, glaubten sich ohne den Rückhalt fremder Truppen in Athen nicht sicher fühlen zu können. Inzwischen hatte Lysander die Insel Samos bezwungen. Als er im Sommer 404 im Glanze seiner Erfolge in die Heimat zurückkehrte, befanden sich dort bereits zwei Abgesandte aus Athen, die einen Antrag der attischen Oligarchen überbrachten, Sparta möge eine Besatzung mit einem Ordner (Harmosten) auf die Akropolis von Athen legen.

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