Der architekturgeschichtliche Ursprung der christlichen by Ernst Langlotz

By Ernst Langlotz

Die folgende kleine Abhandlung wird mit Absicht nur als Vortrag ver offentlicht, so wie er am 25. November 1970 gehalten wOl1den ist. Sie soll vor allem zwei heute von massgebenden Seiten vertretene Hypothesen uber den raumgeschichtlichen Ursprung der christlichen Basilika uberpruf, en. Die fur die Ausbildung des Baukorpers der Basilika in Betracht kommenden Raumformen sollen deshalb vollstandiger zusammengestellt werden, als das in dem wahrend des Kl1ieges verfassten Artikel in Klausers Reallex'ikon fur die Spatantike und das fruhe Christentum moglich conflict (RAC I 1124). uber die praktisch-pastorale Seite des difficulties werden die Liturgiehistoriker sachkundiger urteilen. Die Arbeit uber die Kirchenbauten Konstantins in historischer Sicht von Uwe Sussenbach wird auch auf die fruhen Bezeichnungen fur den Kirchen bau und die Bedeutungsmoglichkeiten, des Wortes Basilica eingehen. Sussen bach danke ich die uberprufung der Zitate. Johannes Straub, dem besten Kenner der Spatantike, bin ich dankbar verbunden fur viele freundschaft liche Diskussionen uber das weitschichtJige challenge und nicht zuletzt auch dafur, dass er die Widmung dieses libellum angenommen hat. So seltsam es klingt: der baugeschichtliche Ursprung der christlichen Basi lika ist bis heute noch umstritten und ungeklart 1. Viele der fruheren Ablei tungsversuche des Bautyps vom romischen Atriumhaus, dem griechischen Peristylhof oder dem Memorienbau sind heute uberwunden. Andere werden noch diskutiert, vor allem die Annahme der J antzenschule, der christliche Kirchenbau sei entscheidend angeregt, ja bestimmt worden durch die beson ders in Syrien haufigen spatantiken Saulenstrassen wie in Apamaea ood friend myra (Taf. 1. 1). Diese Saulenstrassen des 2. u

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Auch sie hatte drei basilikal überhöhte Schiffe und eine Apsis (Abb. 70). Wohl auch Kultbauten sind das sog. Auditorium des Maecenas und des Junius Bassus (Abb. 71-74, Taf. 75). Fragen wir, wie bisher, nur nach der Raumform an sich, jenseits ihrer Zweckform und ihren verschiedenen geistigen und symbolischen Gehalten, die dieses Raummodell fassen konnte, so scheint es evident, daß die römisch-italische Marktbasilika für die Raumgestaltung der konstantinischen K,irchen nicht als Modell dienen konnte.

Pont. Ace. 2,13 (1919) 45. H. , Gnomon 5 (1929) 194. - Zur Basilika des Virius Marcarianus: R. Lanciani, BuH. Comm. 46 (1918) 79. - Zur Basilika des Sicinius: I. Jordan Ch. Hülsen, Topographie der Stadt Rom im Altertum 1,3 (1907) 336. - Zur Basilika von Pesch: H. Lehner, Der Tempelbezirk der Matronae Vacallinehae bei Pesch, BJb 125 (1919) 74 H. - Asklepios soll eine Basilika als Kultraum gehabt haben: eIL VIII 12006: aedem Aesculapio deo promissam basilicam cohaerentem multiplicata pecunia fecit.

B. Ward Perkins zu senden die große Güte hatte, noch nicht ganz geklärt: A . f. B. Wace - A. H. S. Megaw - T. C. Skeat, Hermopolis the Ptolemaic sanctuary and the Basilica, Alexandria Univ. Fac. of Arts Publication no. 8 (1959). - Zu Kyrene: J. B. Ward Perkins - M. H. ; bes. 149 H. - Zu Kremna: Ward Perkins - Ballance, a. O. 167 H. - Zu Aspendos: K. Lanckoronski - G. Niemann, Städte Pamphyliens und Pisidiens (1890-92) 96 H. Zu Leptis Magna: Br. M. Apollonji, 11 foro e la basilica Severiana di Leptis Magna Ursprung der christlichen Basilika 35 Bisher wußten wir nur, daß es solche Kaisareia gegeben hat.

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