Das Elend der Suchtprävention: Analyse - Kritik - by Stephan Quensel

By Stephan Quensel

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Bis zu 7. Schulklasse berichten Kröger/Reese (2000;209) in ihrem Abstrakt: „Nach der 5. Klasse war der Anteil aktueller Raucher, nach der 6. Klasse der Anteil Trunkenheitserfahrener in den ALF-Klassen signi¿ kant niedriger als in den Kontrollklassen. Schlussfolgerungen (…) ALF verzögert bei Fünftklässlern den Einstieg in den Substanzmissbrauch“. Im Text wird dann deutlich, dass die Anzahl der abstinenten Schüler bei Alkohol wie Nikotin über die drei Jahre sowohl bei der Kontrollgruppe wie bei der ExperimentalGruppe übereinstimmend gleichmäßig abnahm und dass die Schüler bereits in der 6.

In beiden Fällen interessiert mich die dabei jeweils führende Wahrnehmungsperspektive, die man zunächst schlagwortartig arg verkürzt als die der Sucht-Prävention einer seits und die einer Genuss-Orientierung andererseits kennzeichnen könnte. Ein Gegenüber der Perspektiven, die aus professioneller Sicht den mündigen Jugendlichen dem künftigen Patienten gegenüberstellen. Oder die aus besorgter Eltern-Sicht13 nur das Risiko und nicht das notwendig Zukunfts- 38 Vorbemerkung zur Schwierigkeit eines kritischen Diskurses offene Experimentieren wahrnehmen kann, um damit zugleich, gesellschaftlich gesehen, statt wechselseitiger Toleranz wachsende Intoleranz nach sich zu ziehen.

Auf der anderen Seite führt diese dritte Welle – zumindest hinsichtlich der angezielten Drogenabstinenz – ganz unerwartet dazu, dass solche Programme zwar möglicherweise das Selbstbewusstsein und gewisse soziale Fertigkeiten fördern, doch damit zugleich auch die Unabhängigkeit der Jugendlichen gegenüber den Warnungen der Er wachsenen (Protest oder aber Bestätigung der eigenen Identität) verstärken und so zumindest kurzfristig sogar den Drogenkonsum erhöhen können: „Möglicherweise führen gerade Kompetenzprogramme dazu, dass verstärkt experimentiert wird“, was einerseits positiv erreichen könnte, dass man solchen Konsum später eher selbstkritisch reÀektiert (Riemann 2001; 54), was andererseits aber auch erklären könnte, warum solche Jugendliche den gelegentlichen CannabisKonsum für weniger schädlich halten als das ständige Rauchen45.

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