Aneignung von Sozial-Raum in Kleinstädten: Öffentliche Räume by Karin Wehmeyer

By Karin Wehmeyer

Welche Bedeutung haben öffentliche Räume und informelle Treffpunkte in der Lebenswelt Jugendlicher? Welche Motivationen und Bedürfnisse stecken hinter der Nutzung dieser Orte? Haben (Klein-)Städte überhaupt noch die notwendigen Potenziale für das Aneignungsverhalten junger Menschen? Diese Fragen stellt die Autorin Karin Wehmeyer aktuell vor dem Hintergrund sich wandelnder Stadtstrukturen. In ihrer qualitativ angelegten Studie wird der Aneignungsprozess in öffentlichen Räumen betrachtet – fokussiert auf die Lebensphase Jugend und zusätzlich aus der Perspektive Jugendlicher. Die Ergebnisse zeigen, mit welchen unterschiedlichen Motivationen junge Menschen öffentliche Räume und informelle Treffpunkte nutzen und welche Rolle dabei das modify sowie die Freizeitpräferenz spielen.​

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Baacke ordnet den Handlungs- und Erfahrungszusammenhang Heranwachsender in vier Zonen, die der Heranwachsende in bestimmter Reihenfolge betritt und dort unterschiedliche räumliche und sozialisatorische Erfahrungen macht. Er beschreibt die unterschiedlichen Sozialräume, die der Heranwachsende erlebt und welche Beobachtungen dieser dort macht. Baacke nutzt in Anlehnung an das Modell von Bronfenbrenner10 vier ökologische Zonen. Die Familie und das „Zuhause“ ist das ökologische Zentrum, an dem sich der Heranwachsende und die wichtigsten Bezugspersonen einen großen Teil des Tages und Nachts aufhalten.

A. 39ff). 5 Der Begriff „soziales Milieu“ fasst Personengruppe mit ähnlichen Wertehaltungen und Mentalitäten zusammen, die auf ähnliche Weise ihre Umwelt sehen und gestalten und Beziehungen zu Mitmenschen eingehen. Durch den Begriff „Milieu“ werden Zusammenhänge in der sozialen Lage durch Faktoren wie Bildung, Einkommen, Herkunft, Lebenslage, Geschlecht etc. beschrieben (vgl. a. 42ff). 6 Heinz Reinders hat 2003 und 2004 eine Längstschnittstudie in Schulen im Rhein-Neckar-Raum durchgeführt. Das Ziel dieser Studie war es, eine Jugendtypologie (Bildungs-, Freizeit-, Integriertes-, Diffuses Moratorium) auf eine größere Stichprobengruppe anzuwenden.

Die experimentalistischen Jugendlichen grenzen sich stark von ihren Eltern ab und lehnen jeden Leistungsdruck durch Schule oder Eltern ab. Wenn sie aber an etwas Spaß haben, dann stehen sie voll dahinter und nehmen diese Aufgabe ernst. Sie haben eine sehr positive Grundeinstellung und können auch mit Rückschlägen umgehen, sie sind sehr flexibel, was ihren Lebensstil und ihre Biographie angeht. Experimentalistische Jugendliche möchten auch in ihrer Freizeit Grenzen überschreiten, neue Erfahrungen machen.

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